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Neues Europäisches Projekt „Kfz-Gewerbe 4.0“ geht an den Start

Das Interreg V-Förderprogramm im Gebiet Euregio Maas-Rhein (EMR) ist überzeugt, dass das grenzüberschreitende Projekt für die EMR breite Perspektiven öffnet sowie einen Mehrwert bildet und hat eine entsprechende Förderung zugesichert. Damit können die beteiligten Berufsbildungszentren, Hochschulen und Universitäten im Euregio-Gebiet (Belgien, Deutschland, Niederlande) ans Werk gehen.

Der rasante technologische Fortschritt, der mit Digitalisierung und Vernetzung einhergeht, wird in den nächsten Jahren unser alltägliches Leben stark beeinflussen, denn das Auto wird Teil des Internets werden. Die Kfz-Betriebe stehen vor enormen Herausforderungen, aber auch vielfältigen Chancen.

Das Projekt möchte durch Schulungen, Seminare, Workshops und Unternehmerrundtische die kleinen und mittleren Kfz-Unternehmen (KMU) und deren Manager und Fachkräfte einladen, sich mit diesen Neuerungen und Entwicklungen, frühzeitig auseinanderzusetzen. Gemeinsam mit Berufsverbänden (ZDK, TRAXIO und BOVAG) können Strategien und das nötige Know-how für einen konkreten technologischen und kommerziellen Wandel für die nächsten Jahre entwickelt werden.

Schwerpunkte

Die Automobilbranche steht vor dem größten Umbruch in ihrer Geschichte. Das Autogeschäft wird sich in den kommenden 5 Jahren schneller verändern als in den vergangenen 15 Jahren. Wer hätte vor 15 Jahren gedacht, dass wir innerhalb dieser Zeit in unserer Automobilbranche so viele Revolutionen zeitgleich erleben. Man denke nur an die Verbindung Mechanik, Elektronik und IT. In den kommenden Jahren wird sich der Mensch auf einen noch größeren Wandel einstellen müssen. Unabhängig davon, ob wir in 15 Jahren mit Wasserstoff, Lithium-Luft-Batterien oder synthetischen Kraftstoffen fahren und mit intelligenten Antriebsmöglichkeiten unterwegs sind.

Einfluss auf die Kfz-Betriebe

Entwicklungen der Digitalisierung, des "Internet der Dinge" und der stetige Fortschritt, resultieren darin, dass die Berufe rund um das Automobil von morgen nicht mehr den Berufen von gestern und heute entsprechen.

Wer den zukünftigen hohen Anforderungen der Fahrzeughersteller und der Digitalisierung im Autohaus gerecht werden will, muss seine Mitarbeiter im Verkauf und Service schnell und regelmäßig, entsprechend den neuen Anforderungen, qualifizieren.

Autohäuser und Werkstätten sollten vermehrt die technischen Möglichkeiten nutzen, um neue Geschäftsmodelle zu etablieren. Die zukünftig vermehrten Verbindungen des "Smart-Phones" mit dem "Smart-Car" bieten ungeahnte Möglichkeiten für einen ganz neuen Service rund um das Auto.

Zielsetzungen

Das Projekt "Kfz-Gewerbe 4.0" möchte die Kfz-Betriebe dabei unterstützen, in fünf Jahren weiterhin einen festen Platz auf dem Markt zu haben, denn das Geschäftsmodell von heute hat keine dauerhafte Zukunft mehr. Das Überleben ist jedoch stark abhängig von der Bereitschaft und Fähigkeit, sich Veränderungen anzupassen. Das setzt auch ein Umdenken bei altbewährten Prozessen voraus und erfordert neben Entschlossenheit auch viel Mut. Es ist wichtig, Veränderungen offen gegenüberzustehen und nicht nur die Risiken, sondern vor allem die Chancen zu analysieren. Dafür müssen die strategischen Rahmenbedingungen gesetzt werden und man muss Mitarbeiter und Kunden gleichermaßen dafür begeistern.

Wer gleichzeitig die zunehmenden Anforderungen anpackt und dabei den Kunden in den Mittelpunkt stellt, der macht das Rennen. Denn das Auto bleibt ein emotionales Produkt. Noch stärker wird es darauf ankommen, die Kunden mit den Produkten und dem Service zu begeistern.

Für den Kfz-Händler wird es darauf ankommen, wie stark er seine Kunden loyalisieren kann, um sie im Sinne eines gutgehenden Betriebes möglichst lange an sich zu binden.

Fazit

Die Kfz-Betriebe stehen im digitalen Zeitalter vor enormen Herausforderungen, aber auch vielfältigen Chancen. Erfolgreich werden diejenigen Unternehmen sein, die sich mit neuen Geschäftsmodellen beschäftigen. Auch in der Ausbildung der Jugendlichen sind die Verantwortlichen gefordert in Zeiten der Digitalisierung, die vielfältigen Möglichkeiten, die diese neuen Medien bieten zu nutzen. Tablet-basierte Anwendungen erhalten mittlerweile Einzug in den Autohäusern bei den Serviceberater und Verkäufern, deshalb sollte das Tablet auch zum Ausbildungsstandard werden. Dem Autor macht das große Lust auf die Zukunft. Interessenten sind eingeladen, sich zu melden unter: gino.decoster@zawm.be

 

Rahmendaten
Leadpartner:   Zentrum für Aus- und Weiterbildung des Mittelstandes (ZAWM)
Projektleiter:    Gino Decoster
Projektpartner: FH-Aachen (BRD), Arcus College (NLD), EDUCAM (BEL), UCCL (BEL) und AutoFORM (BEL)
Projekt-Laufzeit: 3 Jahre
Projekt-Budget: etwa 2,5 Millionen Euro

 

 

 

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