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Bauschreiner(in)

Der Beruf des/der Bauschreiners/in ist in seiner Vielseitigkeit kaum zu überbieten und verbindet traditionelles Handwerk mit innovativer Technik, wie zum Beispiel das Zeichnen am PC oder das Fertigen mit computergesteuerten Bearbeitungsmaschinen.

Bauschreiner/innen sind zum einen als Zimmerer tätig und stellen beim Dachbau - vom Satteldach bis zum Kirchturm und vom Flachdach bis zur Kuppel – ihre beruflichen Fähigkeiten unter Beweis. Es gilt, zeichnerische und mathematische Vorlagen zu erstellen und in die Praxis umzusetzen. Nach guter Planung passt auf der Baustelle ein Teil ins andere. Deshalb sind gutes räumliches Denken, solide mathematische Vorkenntnisse und körperliche Fitness Voraussetzung für eine Bauschreinerausbildung.

Bauschreiner/innen betätigt sich auch als Holzständerbauer. Beim Holzhausbau sind bauphysikalische und statische Gesetze ebenso zu beachten, wie zeitgemäße energietechnische Anforderungen. Behaglichkeit, Raumklima und die spätere gute Nutzbarkeit der Räume sind Aspekte, die beim Holzhausbau berücksichtigt werden. Der Holzhausbau mit seinen innovativen Methoden und neuen Materialien entwickelt sich rasant und trägt maßgeblich dazu bei, dass der Beruf des/der Bauschreiners/in zu den ökologisch nachhaltigen gezählt werden kann.

 
© Laurentius Mayrhofer / pixelio.de

Im Türen- und Fensterbau sind die Ansprüche der Kunden von Bauschreinern/innen vielfältig: Schallschutz, Wärmedämmung, Witterungsbeständigkeit. Bauschreiner/innen stehen vor der Herausforderung, Wirtschaftlichkeit, Design, Funktionalität und hochwertige Leistung unter einen Hut zu bekommen. Deshalb sind Präzision, strukturierte Arbeitsmethode, Qualitätsdenken und gutes Technikverständnis weitere Attribute angehender Bauschreiner/innen.

Der Treppenbau ist eine technisch-handwerkliche Herausforderung für jede/n Schreiner/in. Gestaltung, Funktionalität und Bequemlichkeit in Einklang zu bringen und schöne Materialien hervorzuheben und gegebenenfalls zu verbinden, gehören zu diesem Tätigkeitsfeld von Bauschreinern/innen. Das Beherrschen der Komplexität der Formen und der Konstruktionsmethoden ist ein Kompetenzbeweis für Bauschreiner/innen.

Die Grundlagen dieses vielseitigen Berufes können in einer dreijährigen Lehre erlernt werden, die mit dem Gesellenbrief und einem Studienzeugnis des sechsten beruflichen Sekundarschuljahres (6B) schließt. Das Bauschreinerhandwerk ist oft die Grundlage für eine Spezialisierung oder ein Sprungbrett zu weiteren Berufen wie, Messebauer/in, Parkettverleger/in, Möbelschreiner/in oder gar Architekt/in.

Bauschreiner/innen sind gesuchte Fachleute und arbeiten oft in Teams. Auf Baustellen ist die Zusammenarbeit dabei oft Gewerk übergreifend mit anderen Berufsgruppen.

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