Kleines Diesel-Einspritz-Lexikon

Common Rail:
Wird auch Speicher-Einspritzung genannt. Druckerzeugung (in der Pumpe) und Einspritzung sind entkoppelt. Unter hohem Druck befindlicher Kraftstoff steht im für alle Zylinder gemeinsamen Speicher (= Common Rail) zur Einspritzung bereit. Das Steuergerät berechnet Einspritzzeitpunkt und -dosierung genauer als andere Systeme. Jeder Zylinder verfügt über ein magnetgesteuertes Einspritzventil (Injektor), das den Kraftstoff unter hohem Druck (bis 1.350 bar) direkt in den Zylinder spritzt. 

Direkteinspritzer:
Hier wird der Kraftstoff unter hohem Druck direkt in den Brennraum gespritzt, und nicht - wie beim Vorkammermotor - in eine dem eigentlichen Brennraum vorgelagerte Kammer. DI-Motoren haben die höchsten Wirkungsgrade unter den Verbrennungsmotoren (über 40 Prozent) und laufen deshalb sehr sparsam. 

Einspritzung:
Die Einspritzpumpe (meist Verteilereinspritzpumpe) befördert den Kraftstoff durch die Leitung zur Einspritzdüse (Lochdüse beim DI oder Zapfendüse bei Vorkammer), von dort gelangt er feinst verteilt in den Zylinder. 

Glühkerze:
Sie wird besonders von Vorkammermotoren zum Starten benötigt. Direkteinspritzer springen auch ohne „Diesel-Gedenk-Minute" (Vorglühen) an, lediglich bei tiefen Außentemperaturen muss beim DI kurz vorgeglüht werden. 

Pumpendüse-Einheit:
Einspritzpumpe und -düse bilden eine Einheit für jeden Motorzylinder. Durch den Wegfall der Leitungen sind extrem hohe Einspritzdrücke bis 2.000 bar möglich. Hoher Druck und elektronische Kennfeldregelung ermöglichen eine äußerst präzise Verbrennung und damit geringe Schadstoffe- und Geräuschemissionen. 

Selbstzünder:
Dieselmotoren arbeiten ohne Fremdzündung (Zündkerze), der eingespritzte Kraftstoff entzündet sich in der verdichteten und erhitzten Brennraumluft von selbst. 

Zweistufen-Einspritzung:
Sie sorgt bei DI für leise Verbrennungsgeräusche, Vor der eigentlichen Einspritzung portioniert die Düse eine winzige Menge Kraftstoff in den Brennraum. Dadurch wird die gesamte Verbrennung weicher, das typische DI-Nageln wird stark reduziert.

 
 
Stand: 14.08.2006

[back]