Airbag-Lexikon

Crash-Sensor
Misst während eines Crash den Verzögerungsverlauf. Daraus errechnet die Elektronik, ob das Airbag-System gezündet werden 
soll oder nicht. 

HIC-Wert (Head Injury Criterion)
Head Injury Criterion heißt übersetzt Kopf-Verletzungs-Kriterium. Der HIC-Wert ist ein Kriterium für die Kopfbelastung und resultiert aus einer Berechnung der Kopfbeschleunigung und Kopfverzögerung, bezogen auf die Einwirkungszeit. In der US-Gesetzesvorschrift FMVSS 208 lautet der HIC-Grenzwert 1.000. In Europa gibt es keine festgelegten Grenzwerte. 

Out of position
Werden Situationen genannt, in denen die Fahrzeuginsassen keine „normale" Sitzposition einnehmen, unangeschnallt sind, sich während der Fahrt stark nach vorne beugen, außerhalb des Anschnallsbereichs oder falsch angegurtet sitzen, liegen oder sogar im Auto stehen. 

Full-size-Bag
Im Fahrzeug heute installiertes Standard-Airbag-Format. Der Begriff stammt aus den USA, wo keine Anschnallpflicht besteht und deshalb vom Airbag eine höhere Schutzwirkung verlangt wird. In Europa steht Full-size-Bag für ein Luftsackvolumen von 60 bis 75 Litern auf der Fahrerseite und 100 bis 140 Litern auf der Beifahrerseite sowie eine aufwendigere Luftsack-Konstruktion mit Fangbändern und Reißnähten. 

US-Airbag-System
Full-size-Airbag nach amerikanischer Sicherheitsnorm. Wird in USA kombiniert mit einem Kniepolster, um das Abtauchen der (oft) nicht angeschnallten Insassen zu verhindern. 

Eurobag
Über die exakte Definition streiten Experten. Wird als Begriff häufig für kleinvolumige Airbag-Systeme verwandt. Diese Systeme sind zum Teil technisch mit den sogenannten Full-size-Bag identisch, jedoch mit kleinerem Luftsack kombiniert. Eurobag steht auch für ein Airbag-System, bei dem Airbag und Sensorik als Einheit im Lenkrad stecken, und das sich deshalb als Nachrüst-Airbag eignet.

Side-Bag
Airbag für Insassenschutz bei Seiten-Crashs. Sitzt in den Türen, in den Seitenteilen oder im Sitz. Verlangt aber durch extrem kurze Zeitspanne zwischen Unfallerkennung und Aufblaszeit einen hohen Entwicklungsaufwand. 

Gasgenerator
Kernstück des Airbag-Systems. Sitzt entweder im Lenkrad oder im Armaturenbrett (Bei Beifahrer-Airbag). Besteht in modernen Pkw aus einer Aluminium-Hülle. In der Brennkammer des Gasgenerators lagert Natriumacid in Tablettenform. Eine Zündpille, die von der Airbag-Elektronik angesteuert wird, verbrennt, verwandelt das Natriumacid in Stickstoff. Der um den Gasgenerator 
gefaltete Luftsack bläst sich in wenigen Millisekunden auf. 

Fire
Signal des Crashrechners für die Zündung des Airbags bei bestimmten Unfall- bzw. Crash-Konfigurationen. 

Non-fire
Zündsignal der Airbag-Elektronik bleibt trotz Unfall aus, weil die gemessene Verzögerungen zu gering sind und die anderen Rückhaltesysteme genügende Schutz für die Insassen bieten. 

Safing-Sensor
Elektronischer Sensor zur Absicherung der Elektronik gegen Fehler. Die Auslösung des Airbag-systems kann nur erfolgen, wenn beide Sensoren (Crash- und Safing-Sensor) sich für Zündung entscheiden. 

Hybrid III
Bezeichnung für die jüngste Dummy-Generation. Hauptvorteil gegenüber dem Hybrid II: Erheblich mehr Messpunkte am Körper. 

 
 
Stand: 14.08.2006
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