Bester Service- und Diagnosetechniker kommt aus der DG

Der nationale Automobilsektor vergab seine Ausbildungszertifikate für die Kfz-Mechatroniker/in und die Zertifikate für die Service- und Diagnosetechniker/in (in französischer Sprache bekannt als „technicien en maintenance et diagnostic" – kurz „TMDA").

Am vergangenen Sonntag, dem 07. November 2010, fand im „Château de Modave" im Kreise von zahlreichen geladenen Gästen sowie unter Beisein der Ministerin Marie-Dominique Simonet (La Ministre de l'Enseignement), die Verleihung der Zertifikate des belgischen Automobilsektors an die erfolgreichen Absolventen einer Lehre zum „Kfz-Mechatroniker/in" sowie für die „Service- und Diagnosetechniker/in" statt. Bereits zum zweiten Mal nahmen – neben jungen Technikern aus Brüssel und der Wallonie – auch Kfz-Gesellen aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft teil. Um vom Automobilsektor für ihre Leistungen ausgezeichnet zu werden, mussten sie bei ihrer praktischen Gesellenprüfung hohen beruflichen Anforderungen genügen.

Die mittelständische Ausbildung in der DG und die Sozialpartner des Automobilsektors arbeiten bereits seit mehreren Jahren eng zusammen: Das Institut für Aus- und Weiterbildung im Mittelstand und in kleinen und mittleren Unternehmen (IAWM) hatte in 2006 mit dem Ausbildungsfond des Automobilsektors (EDUCAM) ein Abkommen unterzeichnet, mit dem Ziel noch enger mit dem Sektor zusammen zu arbeiten.

Von 15 deutschsprachigen Teilnehmern erhielten 14 Jugendliche zusätzlich zum Gesellenbrief das Zertifikat des Automobilsektors als „Polyvalenter Kfz-Mechaniker".

Einen ganz besonderen Erfolg verzeichnete die zwei ostbelgische Kfz-Lehrlinge Fabien Cremer und Fabrice Decoster, Schüler im ZAWM Eupen: Sie erzielten den zweiten und dritten Preis von allen Teilnehmern landesweit und erhielten von EDUCAM bereitgestellten Preise.

Bei diesem Fest wurden auch zum ersten Mal die Zertifikate für die „Service- und Diagnosetechniker/in" vergeben. Dadurch, dass in den letzten Jahren die Anforderungen an die Mechaniker in den Kfz-Betrieben gewaltig gestiegen sind, wurde aus dem Kfz-Mechaniker, der Kfz-Mechatroniker mit einem neu definiertem Anforderungsprofil. Trotz großer Änderungen der Ausbildungsinhalte braucht der Automobilsektor einen zusätzlichen Ausbildungsweg. Es handelt sich um den Service- und Diagnosetechniker. Ziel dieses Ausbildungsweges ist es, Kundenbeanstandungen besser zu verstehen, die Diagnose durchzuführen und das Problem zu analysieren und die anschließende Reparaturarbeit durch den Kfz-Mechatroniker zu überwachen.

Das ZAWM Eupen hat im September 2010 drei junge Kfz-Mechatroniker zu einer theoretischen und praktischen Prüfung nach Lüttich, in das dortige Kompetenzzentrum für Kraftfahrzeugtechnik (AUTOForm) entsandt. Die Prüfung wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal in französischer Sprache durch Educam organisiert. Zum bestehen dieser Prüfung, die sich hauptsächlich mit der Fahrzeugdiagnose in den verschiedenen Bereichen beschäftigt, müssen 70 % der Punkte erreicht werden. Die drei Eupener Kandidaten hatten sich durch eine zweijährige Ausbildung zum Kfz-Diagnosespezialisten im ZAWM Eupen auf diese Prüfung vorbereitet, die sie mit weit über 70 % bestanden haben. Gratulation und weiterhin viel Erfolg an die Kandidaten, Fabrice Decoster, Dany Fank und Philippe Wermeester, die alle in Eupener Werkstattbetrieben ausgebildet wurden.

 

 

Fabrice Decoster aus Eupen erzielte das landesweit beste Ergebnis mit 95%, bei der diesjährigen Prüfung des Automobilsektors für den „Service- und Diagnosetechniker". Er erhielt mehrere Preise aus den Händen von Ministerin Marie-Dominique Simonet.