
Auftakt
in Delhi war Ende Juli. Die verantwortlichen Partner trafen sich in
Delhi, um vor Ort mit den Ansprechpartnern in Kontakt zu kommen und die
Zielsetzung der Zusammenarbeit genau abzustimmen. Mit seinen über einer
Milliarde Einwohnern ist Indien ein Land mit vielen installierten
Solaranlagen. Dies betrifft insbesondere Photovoltaische
(stromerzeugende) Anlagen, aber auch die Warmwasserbereitung nimmt
einen bedeutenden Anteil ein. Die indische Regierung hat sich zum Ziel
gesetzt, in den nächsten Jahren weitere 18.000 Dörfer mit elektrischem
Strom zu versorgen. Dazu soll vor allem die Solarenergie einen
wichtigen Beitrag leisten.
sonnenreichen
Subkontinent einer effizienten Nutzung der Sonnenenergie nichts im Wege
stehen. Nach den Erfahrungen des IIT ergibt sich allerdings bei Montage
und beim Unterhalt dieser Anlagen die Problematik, dass aufgrund
fehlender Ausbildung der Handwerker eine mangelnde Ausbeute der
Installationen. So kam es dazu, dass Herr Professor Bansal, der im
vergangenen Jahr eine Gastprofessur in Aachen wahrnahm, sich für unsere
Initiativen in diesem Bereich interessierte. Nicht zuletzt die
Tatsache, dass die Gemeinden der DG die höchste Rate an
funktionierenden Solaranlagen in der Wallonie aufweisen und dafür
kürzlich ja auch ausgezeichnet wurden, machte das ZAWM zu einem
interessanten Partner in diesem Anliegen. Schließlich ist diese
Auszeichnung zu einem wesentlichen Teil auf die Schulung der Handwerker
Ostbelgiens und die damit verbundene Sensibilisierung und
professionellere Beratung der Bevölkerung zurückzuführen.
Bei
diesem ersten Arbeitsbesuch zeigte sich Indien von den verschiedensten
Seiten, zwischen Hightech und Slums, zwischen Wohlstand und Armut,
zwischen Mentalitäten, die uns Europäern leicht zugänglich sind und
fremden Denkweisen, die für den Erfolg eines solchen Projektes eine
große Herausforderung sind. Wie jede andere Anlage können auch
Solarmodule nur ihre Wirkung erzielen, wenn die Betreiber sich für ihr
Funktionieren verantwortlich fühlen und die Wartung korrekt übernehmen.
Andererseits ist auch darauf zu achten, dass nichts installiert wird,
wozu es auf dem lokalen Markt keine Ersatzteile und kein Know-how gibt.