Raumausstatter

Grenzüberschreitender Meisterkurs am ZAWM Zentrum für Aus- und Weiterbildung in Eupen.

 Das ZAWM in Eupen bietet seit neuestem wieder für belgische, deutsche und niederländische Interessenten einen kompakten, deutschsprachigen Kurs zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung im Raumausstatter-Handwerk an mit Unterstützung der Handwerkskammer Köln.

Presseauszug



















Zur Zeit nehmen 10 Teilnehmer/Te ilnehmerinnen aus Belgien und Deutschland an dem grenzüberschreitenden Kurs teil, der seit September 2006 gestartet ist.
Der wesentliche Vorteil dieses Kurses liegt in der Kürze. Für den fachpraktischen und fachtheoretischen Teil sind insgesamt 550 Stunden angesetzt. Der Kurs wird in Teilzeitform angeboten.
Der Unterricht ist modern, praxisorientiert und fundiert gestaltet. Der Unterschied zu anderen Kursen hängt mit dem Lernsystem zusammen. In Eupen wird ein kompetenzorientierter Unterricht umgesetzt: kein klassischer theoretischer Unterricht, sondern ein praxisorientierter Unterricht auf Projektbasis, d.h. anhand von Fallbeispielen und Problemstellungen, bei denen der Dozent (alles Handwerksmeister, die noch praktisch tätig sind) eher als Trainer fungiert.. Alle Aufgaben orientieren sich an konkreten Situationen aus der Berufspraxis.
Der Kurs gliedert sich in 12 so genannte Lernfelder.

Polstern

In den Bildern wird z.Zt das Lernfeld 12 behandelt „Das Instandsetzen von modernen Polstermöbeln“.
Weitere Informationen werden folgen.


Bodenverlegung

Hier gehts zum Praxiskurs Bodenverlegen.



Objekt- und Raumgestaltung

Hier gehts zur Exkursion zum Thema Jugendstil.



Grenzüberschreitende Meisterprüfung

Nach knapp zweijähriger Vorbereitung in einem grenzüberschreitenden Kurs legten neun Teilnehmer in den letzten beiden Monaten ihre Meisterprüfung als Raumausstatter ab. Sie stammen aus den verschiedensten Regionen Deutschlands sowie der Deutschsprachigen Gemeinschaft und besuchten zweimal in der Woche den Fachkundeunterricht am ZAWM Eupen.
 Bei der praktischen Prüfung im April war Zimmer zu gestalten. Dabei musste ein Teppichboden mit Intarsienarbeiten, eine textile Wandverspannung, sowie eine darauf abgestimmte komplette Fensterdekoration entworfen und hergestellt werden. Dazu war eine traditionelle Polsterarbeit anzufertigen, die in den Stil des Raumes passt. Selbstverständlich gehörten zu diesen praktischen Arbeiten auch die technischen und gestalterischen Zeichnungen sowie alle Kalkulationen dazu.
In der theoretischen Prüfung ging es schließlich um die dazugehörigen schriftlichen und mündlichen Aufgaben zur Kalkulation, Werkstoffen, Sicherheit, Gestaltung usw.

Am vergangenen Freitag erhielten die erfolgreichen Kandidaten aus den Händen von Direktor Pankert und Frau Vandenesch von der Handwerkskammer zu Köln die Zertifikate bzw. Meisterbriefe ausgehändigt. Während die fachlichen Prüfungsteile in Belgien und Deutschland grenzüberschreitend gewertet werden, ist für den Erhalt eines zweiten Meisterbriefes jetzt nur noch ein Brückkurs zur den Unterschieden in den Betriebsführungsvorschriften der beiden Länder erforderlich.


Fotogalerie der Meisterprüfungsarbeiten und der
Meisterfeier am 16. Mai 2008