Vom 30. August bis 3. September 2006 fand in Frankreich der 3.
Europäische Berufswettbewerb für junge Gärtnerinnen und Gärtner statt.
Eingeladen hatte die Ecole dHorticulture et de Paysage (Fachschule
Garten- und Landschaftsbau, www.ehproville.com) in Roville aux Chênes.
Am Start waren 56 Junggärtner in 18 Teams aus 13 europäischen Ländern,
darunter auch 6 Ostbelgier. In Dreier-Teams galt es, verschiedene
Aufgaben aus allen gärtnerischen Fachsparten, einschließlich der
Floristik, zu bewältigen.


Um
die gesamte Bandbreite des Gartenbaus einigermaßen abzudecken,
bestanden die ostbelgischen Teams aus Floristinnen, Gärtnern im
Zierpflanzenbau sowie im Garten- und Landschaftsbau: Marie-Christine de
Vinalmont (Gartenbau Adam, Eupen), Pascal Duveau (Gardenforum-die
Baumschule, Herbesthal) und Peter Freisen (Gärtnerei David Hermann,
Weywertz) in einem Team sowie Jennifer Campioni (Blumen Kreusch, Eupen)
André Kulbach (Gartenbau Huppertz, Hauset) und Michael Köttgen
(Gartenbau Adam, Eupen) im anderen Team. Begleitet wurden die jungen
Floristinnen und Gärtner von Dani Deruisseau und André Knauf,
Lehrpersonen für Floristik und Gartenbau am Zentrum für Aus- und
Weiterbildung im Mittelstand in Eupen.
Die ersten Plätze belegten zwei Teams aus der Schweiz und das Team aus Südtirol.
Nachdem vor zwei Jahren die ostbelgischen Mannschaften die Plätze 12
und 14 belegten, konnten sie dieses Jahr mit einem 9. und 10. Platz
eine Verbesserung erzielen. Besonders hervorzuheben ist in diesem
Zusammenhang, dass die ostbelgischen Floristinnen und Gärtner in
einigen der Teilprüfungen hervorragend abgeschnitten haben: Belgien 1
belegte bei der Erkennung von Pflanzen auf Dias den 3. Platz, bei
Pflanzenerkennung mit 5 Sinnen den 2. Platz und im Bereich
Pflanzenschutz punktgleich mit den Österreichern den 1. Platz. Belgien
2 errang in den Teilbereichen Umgang mit Gartenbaumaschinen und
Floristik jeweils einen zweiten Platz und im Bereich Agronomie einen
ersten Platz.
Neben dem gärtnerisch-fachlichen Vergleich bietet dieser
europäische

Wettbewerb auch oder vor allem die Basis zur Fortbildung
und Begegnung junger Gärtnerinnen und Gärtner. So waren auch Aufgaben
in aus drei verschiedenen Nationen gemischten Teams zu bewältigen,
wobei es dann eher auf Kreativität und Geschicklichkeit ankam, denn die
Teamkollegen mussten zur Verständigung Sprachbarrieren bewältigen.
Dank des olympischen Gedankens, der diese Veranstaltung prägt,
angespornt durch Ideen und Kommentare der Mitbewerber, begeistert von
der Infrastruktur und dem Empfang in der Fachschule Roville aux Chênes
und ihrer hervorragenden Organisation, sowie erfreut über entstandene
Freundschaften und europäische Kontakte kommt die ostbelgische
Delegation mit vielen positiven Eindrücken nach Hause.
Auch das fachlich und kulturell angelegte
Rahmenprogramm trug dazu bei, den beruflichen und privaten Austausch zu
unterstützen: eine sportliche Rallye in Epinal, der Besuch der Stadt
Nancy oder die Besichtigung des botanischen Gartens werden allen in
guter Erinnerung bleiben.
Dieser alle zwei Jahre stattfindende Berufswettbewerb wird 2008 von der Gartenbauschule Langenlois in Österreich organisiert.
Wir danken den genannten Betrieben, dem ZAWM Eupen und dem Institut für
Aus- und Weiterbildung im Mittelstand für ihre Unterstützung.
Den Bericht der beteiligten Schüler finden Sie
hier