Comenius-Projekt

Letztes Schuljahr wurde ein Austauschprojekt in der Speditionsabteilung gestartet, bei der insgesamt 6 Schulen aus 6 verschiedenen Ländern teilnehmen. Wir sind eine davon.

Ein erstes Treffen hat im Februar 2003 in Trier stattgefunden. Es wurde entschieden während 3 Jahren ein Projekt zu leiten, bzw. von Schülern ausarbeiten zu lassen.

Warum geht es ? Zwei der Schulen sind mit der Produktion von Wein beauftragt worden (Trier und Frankreich), die spanische Schule kümmert sich um die Herstellung von Korken zum Verschluss der Flaschen, die polnischen Kollegen sind für den Vertrieb in den Osten zuständig, England für den Marketing und schließlich wir, gemeinsam oder besser gesagt in Konkurrenz mit unserer Partnerschule aus Trier und ihrer Speditionsabteilung für den Versand der gesamten Waren (Korken und Wein mit eventueller Zwischenlagerung).

Die Klassen des 2. Jahres Spedition durften nun in diesem Rahmen die ersten Ziele erarbeiten.
Es handelte sich um die fiktive Gründung einer Transportfirma, mit dem Beschluss eines gemeinsamen Namens.

Nun, da das erste Jahr sich dem Ende neigt, wurde ein Treffen in Polen organisiert, bei dem die jeweiligen Schulen ihre Arbeit vorstellten und während dem ein gemeinsames Logo und ein gemeinsamer Firmenname für die Holding, die über uns alle steht , entworfen wurde.

5 Schüler, begleitet von 2 Fachkundelehrern und Frau Thomas hatten das Glück dieser Reise beizuwohnen und vom 26.04.04 bis zum 02.05.04 in Polen zu verweilen.

Neben der Arbeit wurde uns ein kulturelles Programm angeboten, das wir auch genossen haben.

Für die Schüler war es eine ganz besondere Erfahrung, da sie mit den Schülern der anderen Schulen im Internat untergebracht wurden und somit ihre Sprachenkenntnisse voll haben auswerten können. Der Austausch war so erfolgreich, dass bei den Präsentationen anderer Schulen, Schüler der anderen Länder nicht zögerten, für ihre Kollegen als Übersetzter zu fungieren.

Am 01.05.04 war ein kulturelles Hoch mit dem Einzug Polens in die EU erreicht.
Am 02.05.04 nahmen wir dann Abschied, der aber zumindest zwischen den Schülern von kurzer Dauer sein wird, denn ein nächstes Treffen in Trier ist von ihnen schon geplant.

Jetzt heißt es nur noch: ran an die Arbeit im nächsten Jahr, und lassen wir die Freude aufkommen für die zukünftigen Treffen.

Im Einzelnen über unseren Polenaufenthalt :

Abfahrt am Dienstag 27.04.04 um 04 Uhr in der Früh Richtung Düsseldorf Flughafen.

Zwischenstopp von 2 Stunden in Kopenhagen und Weiterflug nach Gdansk in einer Zweipropeller Maschine.

Erwartet wurden wir von einem „fast“ Kamikazefahrer, der aber sehr freundlich war, nur kein Wort verstand.

Das Lehrpersonal wurde in Belov untergebracht und die Schüler ca 20 Km weiter in Klanino, im Schulinternat.
In Belov, wurden wir von der polnischen Direktorin nebst Dolmetscherin und den deutschen und französischen Partnern empfangen.
Die Schüler haben sich auf Anhieb verstanden was natürlich von der Zweisprachigkeit unserer Schüler stark beeinflusst wurde.

Um den Kontakt zu den verschiedenen Schülergruppen noch zu unterstützen, haben die polnischen Schüler ein Fußballspiel organisiert indem die einzelnen Gruppen gegeneinander antraten.

Sonst stand nur noch die Hausbesichtigung der Schule auf dem Programm, während der die Lehrer sich ein Bild über die pädagogische Arbeitsweise der polnischen Kollegen machen konnten.

Schon am ersten Abend waren die Schüler so aufeinander eingespielt, dass der nächste Tag nur erfolgreich verlaufen konnte.


Mittwoch, den 28.04.04 :

Offizieller Empfang durch das polnische Kollegium.

Die Schüler starten mit ihrer Präsentation in Deutsch und Englisch.

Vorgestellt wurde die Region, in der sie leben und anschließend ihre Firma mit den dazugehörigen Eröffnungsbedingungen und Konditionen die zur Gründung geführt haben.

Im Nachmittag haben die Lehrer die Schüler so aufgeteilt, dass ein internationaler Mix entstanden ist, d.h. 4 Gruppen wurden gebildet in der jedes Land vertreten war. Ziel war es ein Name für die gemeinsame Holding und ein entsprechendes Firmenlogo zu entwerfen.

Zu befolgende Kriterien : kurz, international, leicht zu behalten.

Interessant an dieser Übung war zu sehen, wie die Schüler sprachlich zu Recht kamen und auch hier können wir ohne Arroganz behaupten, dass unsere Zweisprachigkeit von großem Vorteil war. Nicht nur dass - unsere Schüler hatten auch noch dazu sehr gute Englischkenntnisse.

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