ZAWM- das steht für "Zentrum für Aus- und
Weiterbildung des Mittelstands", aber auch für "Zukunft durch
Ausbildung - Wege zu neuen Möglichkeiten".
Die
in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens aktiven Innungen und
mittelständischen Berufsvereinigungen sind die Träger des Zentrums für
Aus- und Weiterbildung des Mittelstandes in Eupen.

Das Zentrum ist rechtlich als Vereinigung ohne Gewinn- erzielungsabsicht (VoG) unter
der Leitung eines Verwaltungsrates konstituiert und eröffnet den
Selbständigen und Mitarbeitern in mittelständischen Betrieben ein
duales Ausbildungsangebot im Auftrag und mit Unterstützung der
Deutschsprachigen Gemeinschaft. In diesem Sinne richtet sich das stets
aktualisierte Aus- und Weiterbildungsangebot des Zentrums in erster
Linie an Lehrlinge, Gesellen und Meister.
Neben der Lehre und
Meisterausbildung ist das Zentrum ebenfalls in der allgemeinen
beruflichen Weiterbildung, in Umschulungsprojekten, in Sprach- und
Pädagogikkursen, sowie in diversen grenzüberschreitenden
Bildungsprojekten aktiv. Das Zentrum führt mehrere Europäische Projekte
in den verschiedenen Berufszweigen durch.
Ergänzend zur
betrieblichen Berufserfahrung, der im dualen System eine fundamentale
Bedeutung zukommt, besuchen rund 600 Lehrlinge und 200 Meisterschüler
unser Zentrum. Hunderte
Interessenten nehmen an Fachseminaren in modernen Räumen und
Weiterbildungsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit Berufsverbänden,
Firmen und Forschungseinrichtungen teil. Ferner intensiviert sich
zusehends die Projektarbeit mit privaten und öffentlichen Trägern,
oftmals mit Unterstützung europäischer Instanzen.
Durch die
mittelständische Trägerschaft und die Zusammenarbeit im dualen System
hat das Zentrum privilegierte Kontakte zu Betrieben und
Berufsvereinigungen. Dies kommt vor allem der Verbindung von Theorie
und Praxis zugute, der die besondere Aufmerksamkeit unserer Arbeit
gilt. Ausdrücklich sieht die mittelständische Ausbildung in den
Fachkundeunterrichten als Lehrpersonen Ausbilder vor, die neben ihrer
pädagogischen Arbeit einer betrieblichen Berufstätigkeit nachgehen, um
so Praxisnähe und aktuellen Entwicklungen in Technik und Betriebswelt
direkt in den Unterricht mit einbringen zu können.
140
Lehrpersonen stellen sich auf diese Weise dem mittelständischen
Unterricht zur Verfügung. Sie sind die Garanten konstanter Neuerungen
und bringen viel Idealismus in ihre Aufgabe ein.
Neue Herausforderungen der Arbeitsorganisation und der Technik machen jedoch nicht vor Grenzen
halt. So ist es denn auch nur konsequent, daß das Zentrum Mitgründer
der grenzüberschreitenden Stiftung "Europäisches Bildungswerk"; mit
anderen Berufsausbildungsträgern der Euregio ist. Die gemeinsame
Nutzung von Infrastrukturen und Fachwissen, sowie die Ausarbeitung von
grenzüberschreitenden Kursen und Prüfungen wird insbesondere in
Zusammenarbeit mit berufsausbildenden Einrichtungen aus Aachen,
Heerlen, Sittard und Lüttich praktiziert.
Die europäische
Einheit kann nur durch konkrete Schritte der Kooperation Wirklichkeit
werden. Mit Engagement stellen sich Verwaltungsrat, Direktion und
Lehrkörper des Zentrums dieser täglichen Herausforderung.
