
Zentrum für Aus- und Weiterbildung
 ZAWM- das steht für "Zentrum für Aus- und
Weiterbildung des Mittelstands", aber auch für "Zukunft durch
Ausbildung - Wege zu neuen Möglichkeiten". Die Zukunft unserer
Gesellschaft mitzugestalten durch eine praxisorientierte und dynamische
Aus- und Weiterbildung - darin sehen wir unsere primäre Aufgabe. Wir,
das ist ein Team von mehr als 160 engagierten Lehrern, Ausbildern und
Fachkräften, ohne jedoch unsere Kolleginnen und Kollegen in der
Verwaltung zu vergessen, die uns mit viel Idealismus unterstützen. Wir
freuen uns, dass Sie uns durch Ihren Besuch auf unserer Website die
Gelegenheit geben, Ihnen unser Programm vorzustellen und Ihnen unser
Leitmotiv "Lernen ist Leben!" näher zu bringen. Unser Leitbild finden
Sie hier
Thomas Pankert Direktor
Unser Haus
Die
in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens aktiven Innungen und
mittelständischen Berufsvereinigungen sind die Träger des Zentrums für
Aus- und Weiterbildung des Mittelstandes in Eupen.

Das Zentrum ist rechtlich als Vereinigung ohne Gewinn- erzielungsabsicht (VoG) unter
der Leitung eines Verwaltungsrates konstituiert und eröffnet den
Selbständigen und Mitarbeitern in mittelständischen Betrieben ein
duales Ausbildungsangebot im Auftrag und mit Unterstützung der
Deutschsprachigen Gemeinschaft. In diesem Sinne richtet sich das stets
aktualisierte Aus- und Weiterbildungsangebot des Zentrums in erster
Linie an Lehrlinge, Gesellen und Meister.
Neben der Lehre und
Meisterausbildung ist das Zentrum ebenfalls in der allgemeinen
beruflichen Weiterbildung, in Umschulungsprojekten, in Sprach- und
Pädagogikkursen, sowie in diversen grenzüberschreitenden
Bildungsprojekten aktiv. Das Zentrum führt mehrere Europäische Projekte
in den verschiedenen Berufszweigen durch.
Ergänzend zur
betrieblichen Berufserfahrung, der im dualen System eine fundamentale
Bedeutung zukommt, besuchen rund 600 Lehrlinge und 200 Meisterschüler
unser Zentrum.
Hunderte
Interessenten nehmen an Fachseminaren in modernen Räumen und
Weiterbildungsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit Berufsverbänden,
Firmen und Forschungseinrichtungen teil. Ferner intensiviert sich
zusehends die Projektarbeit mit privaten und öffentlichen Trägern,
oftmals mit Unterstützung europäischer Instanzen.
Durch die
mittelständische Trägerschaft und die Zusammenarbeit im dualen System
hat das Zentrum privilegierte Kontakte zu Betrieben und
Berufsvereinigungen. Dies kommt vor allem der Verbindung von Theorie
und Praxis zugute, der die besondere Aufmerksamkeit unserer Arbeit
gilt. Ausdrücklich sieht die mittelständische Ausbildung in den
Fachkundeunterrichten als Lehrpersonen Ausbilder vor, die neben ihrer
pädagogischen Arbeit einer betrieblichen Berufstätigkeit nachgehen, um
so Praxisnähe und aktuellen Entwicklungen in Technik und Betriebswelt
direkt in den Unterricht mit einbringen zu können.
140
Lehrpersonen stellen sich auf diese Weise dem mittelständischen
Unterricht zur Verfügung. Sie sind die Garanten konstanter Neuerungen
und bringen viel Idealismus in ihre Aufgabe ein.
Neue Herausforderungen der Arbeitsorganisation und der Technik machen jedoch nicht vor Grenzen
halt. So ist es denn auch nur konsequent, daß das Zentrum Mitgründer
der grenzüberschreitenden Stiftung "Europäisches Bildungswerk"; mit
anderen Berufsausbildungsträgern der Euregio ist. Die gemeinsame
Nutzung von Infrastrukturen und Fachwissen, sowie die Ausarbeitung von
grenzüberschreitenden Kursen und Prüfungen wird insbesondere in
Zusammenarbeit mit berufsausbildenden Einrichtungen aus Aachen,
Heerlen, Sittard und Lüttich praktiziert.
Die europäische
Einheit kann nur durch konkrete Schritte der Kooperation Wirklichkeit
werden. Mit Engagement stellen sich Verwaltungsrat, Direktion und
Lehrkörper des Zentrums dieser täglichen Herausforderung.
Geschichte des ZAWM Eupen
Gründung des Zentrums
Am
30. September 1963 gründeten 17 Vertreter von beruflichen und
überberuflichen Vereinigungen eine Vereinigung ohne Erwerbszweck mit
dem Namen Zentrum für handwerkliche Berufsausbildung.
Dieser Tag
markierte das Ende eines langen Weges der Bemühungen, in Eupen nach dem
Krieg eine offiziell anerkannte Berufsausbildungsstätte in deutscher
Sprache zu erhalten. Bereits vorher gab es im sogenannten
"Scheiblerhaus" in der Eupener Unterstadt Berufsschulunterricht für
Lehrlinge und Meisterschüler.
Doch
mit der Gründung des Zentrums konnten nun auch offiziell nach und nach
immer mehr Prüfungen in deutscher Sprache vor Ort abgehalten werden.
Bereits
1967 konnten die Kurse in das neue Gebäude am Limburger Weg (damals:
Langgasse) umziehen, das seitdem mehrmals aus- und umgebaut werden
musste, um den steigenden Aktivitäten und Anforderungen gerecht zu
werden.
Autonomie der Deutschsprachigen Gemeinschaft
Seit
1984 ist die Deutschsprachige Gemeinschaft autonom für die Gestaltung
der Berufsausbildung zuständig. 1991 wurde dann mit der Gründung des
IAWM ein eigenes Aufsichtsorgan geschaffen, das die Zuständigkeiten der
Brüsseler Verwaltungsstellen gänzlich ablöste.
Austausch und Partnerschaften
Auch
heute noch wird im ZAWM Eupen dem Kontakt und dem Austausch mit den
Ausbildungszentren und Verwaltungen in Flandern und der Wallonie große
Bedeutung beigemessen. Darüber hinaus bestehen nun intensive Kontakte
in die gesamte Euregio. Der Austausch mit anderen
Berufsbildungseinrichtungen und wissenschaftlichen Instituten ist für
die professionelle Gestaltung der Autonomie unseres eng begrenzten
Gebietes von überlebenswichtiger Bedeutung. In zahlreichen Europäischen
Projekten konnten wertvolle Partnerschaften aufgebaut werden, die die
Arbeit in unserem Hause entscheidend geprägt und geöffnet haben.
Ausbildung und lebenslanges Lernen
Standen
in den Gründungsjahren die Lehrlings- und Meisterausbildung im
Vordergrund der Arbeit des Zentrums, so hat sich in den letzten Jahren
als wichtiges Standbein die Fort- und Weiterbildung entwickelt. In
zahlreichen Berufen kann das ZAWM so berufliche Bildung über die ganze
Laufbahn anbieten - eine große Herausforderung!
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